heute hatte ich mal wieder keine mittagspause und demnach auch kein vernünftiges mittagsessen (wenn man kinderriegel nicht dazurechnen kann….). mein magen hing mir bis zu den schuhsohlen und brüllte so laut, dass es peinlich war und ích nach der arbeit in den nächstbesten arabischen imbiss einbog – unbestimmt, nicht wählerisch, sondern einfach den nächsten ort, wo ich etwas essbares warmes bekommen konnte. das war dann wohl ein großer, RIESENGROSSER FEHLER! Mir ist nun etwas übel – ich frag mich, ob es einbildung oder wirklich ne magen-darm-infektion ist…
als ich in die imbissstube hineinspazierte, schaute mich der imbisstyp schon so komisch mit großen, überraschten augen an. er hatte offenbar lange keine frau mehr in seinem laden gesehen. wahrscheinlich hat sich wirklich lange niemand außer besoffenen arabern (die doch eigentlich gar keinen alkohol trinken!) in seine „gute“ stube verirrt. ich hielt durch und bestellte meinen falafel-dürüm, auf den ich wahnsinnigen kohldampf hatte. nachdem der salat, der an manchen ecken schon leicht bräunlich war, von den dicklichen fingern seines besitzers, die mit großen silbernen totenkopf-ringen versehen waren, von der theke wieder ins dürüm eingesammelt wurde, wär ich am liebsten rückwärts wieder rausgegangen. komischer typ, komischer laden und noch komischerer dürüm, den ich nun doch eigentlich nicht wirklich mehr wollte… beim abschied nannte er mich schließlich „junge frau“ und wünschte mir ein schönes wochenende… nett war er ja, der komische vogel. na ja, ich hab schließlich die braunen stücke raus gefischt und den dürüm nach dem motto: „der hunger treibts rein und die schwerkraft runter“ doch gegessen… nun ist mir etwas unwohl – wie gesagt. und in diesen laden werde ich wohl nicht mehr reingehen…
meine theorie und lerneinheit des tages: es gibt nur gutes, arabisches essen in imbissen, wo kein alkohol verkauft wird!, keine besoffenen rumhängen und kein verdummendes fernseh läuft… und das auch nur vielleicht.
insgesamt war es nun schon der 5.(und schlechteste) arabische imbiss in m., in dem sie keine fallafeltaschen machen können...wenn man - wie ich – gute makali und falafel-dürüm(wie sie in berlin z.b. zu finden sind) gewohnt ist mit mindestens drei leckeren soßen (mango, knoblauch, sesam, chili), frischen kräutern, die man noch rausschmeckt, selbstgemachten falafeln, frischem, geschmacksintensivem gemüse und netter atmosphäre (kissen, sitzecken), gutem, frischen minztee mit honig, interessierten, aufgeschlossenen, netten köche, die mir in der wartezeit leckeren gesüßten schwarztee servieren und von ihrer heimat erzählen…, ist man jedesmal vom essen enttäuscht. schade! schließlich liebe ich doch eigentlich die arabische küche...
jetzt hoffe ich, dass ich keinen durchfall oder anderen magendarmkram bekomme, denn ich hab endlich wochenende und ab nächsten freitag URLAUB *freufreu!!!!* ich werde der sonne entgegen fahren - mit n. und m. nach barcelona! 10 grad wärmer und 100% mehr freizeit… und dafür muss ich fit bleiben!
die woche war anstrengend und gemein zu mir, andauernd wurde ich nachts rausgeklingelt und mit patienten zugeschüttet, dass die station bebte. das nennt sich dann stations- und bereitschaftsdienst! heute ist der tag gekommen, an dem ich meine arbeit, die ich immer gerne gemacht habe, hasse: die patienten mit ihrer unmöglichen erwartungshaltung, die sich über 3-bett-zimmer, auch wenn sie nur 3-bett versichert sind, beschweren, die darüber meckern, dass sie mit einer (meiner meinung nach sehr netten, lieben, wirklich ruhigen) „ollen“ omi zusammen auf dem zimmer liegen müssen, die mich mit riesigen augen anschauen und sich dann darüber aufregen, dass sie ja schon so lange warten…, die andauernd an das arztzimmer klopfen und fragen, wann denn endlich der entlassungsbrief fertig sei... – als ob man dadurch, dass sie einen unterbrechen, schneller arbeiten würde!?? die patienten, die quengeln, meckern, nölen, auch wenn sie sehen, dass man bei einer durchschnittlichen liegedauer von 3-4 tagen am rotieren ist und das bestmöliche tut. die patienten, die nicht mehr sehen, dass man sich für sie ein bein ausreißt, um sie medizisch gut zu versorgen. die patienten, denen es mehr um den schein als um eine qualitativ gute arbeit geht. patienten, die sich nicht mehr dafür bedanken, was man für sie tut, sondern alles und noch viel mehr als selbstverständlich hinnehmen…
liebe leute! es ist nicht selbstverständlich! bei uns gibt es ärztemangel und es ist ein wahnsinniger stress 20+ patienten täglich mit durchschnittlicher liegedauer von 3-4 tagen zu betreuen. wer das nicht glaubt, soll mit mir tauschen.
ja! guten tag, <">guten tag, ich will mein leben zurück!!!! denn dafür hab ich gar keine zeit mehr....
wann hören wir endlich auf zu kaufen und fangen an zu leben?
…steht in kreide und großbuchstaben auf den steinen unserer fußgängerzone geschrieben.
ich mag den spruch und erst recht dadurch, dass er in RIESENSCHRIFT in der einkaufsstraße einer einkaufsstarken stadt mit gut situierten menschen wie der meinigen steht.
einer stadt, die sich in einer scheinwelt aus eingekauften nichtigkeiten verrennt und immer mehr will, was sie gar nicht mal braucht.
tja, die welt ist was gemachtes und wir kriegen die tägliche kopie… bis da und dahin aus notwendigkeit und der rest ist UTOPIE
schade, dass der regen den spruch wegwischen wird.
eine zweieinhalb stunden lange bahnfahrt liegt hinter mir. dieses wochenende war ich in der wohl schönsten hafenmetropole unseres landes: ich war in hamburg bei k. und nun ziemlich ko, so dass schon jetzt zur frühen stunde mein bett ruft, welches ich hartnäckig ignoriere.
nach nun bald zwei jahren haben wirs endlich geschafft ein erstes mädelstreffen zu organisieren– diesmal bei k. in hamburg. 2 lange nächte mit meinen lieben mädels aus gießen, mit tratsch, geschichten, durch den elbtunnel laufen, kaffee in der speicherstadt schlürfen, cocktails im schanzenviertel, der bekanntgabe einer verlobung, gutem essen und wein liegen hinter mir. an den landungsbrücken quatschten wir mit der berlindernden fischbrötchen-verkäuferin, ließen uns den fisch schmecken – ich bekam heimatsgefühle nach berlin und tanzte anschließend über die promenade.
pauli spielte gut und wir hörten die fans beim 3:1 jubeln als wir am stadion vorbeiliefen. anschließend kehrten wir beim inder um die ecke ein und hatten trotz der aniskrümel zum nachtisch später bauchschmerzen. ich glaub, indisch wird nie mein lieblingsessen werden. da lob ich mir doch den berliner makali;-)
es war klirrend kalt. in hamburg hat es geschneit, so dass ich mir schal und mütze kaufen musste, welche ich nach der nicht zu erwarteten kälte mehr als lieb gewonnen habe. hier in m. sinds nun um die 9 grad – wie gesagt, die ersten schneeglöckchen haben schon die köpfchen aus der erde gesteckt, lächeln mich an und künden den frühling an.
ich bin ziemlich fertig, aber glücklich:-). es tat so gut, alle mal zusammen wiederzusehen und der damit verbundene tapetenwechsel war auch schon lange überfällig…
ab und zu musste ich an t. denken, dessen heimatstadt hamburg ist und von dem ich seit mitte januar nichts mehr gehört habe außer dass er gut in wien angekommen sei. m. meint, ich solle ihn mir aus dem kopf schlagen und dieser meinung bin ich auch, allerdings sieht es mein kopf manchmal anders. gibts dagegen ein rezept, ne medizin, nen zauberspruch?
ein musikalischer tag geht zuende.
heute früh wurde ich durch lustiges vogelgezwitscher geweckt. in der morgendlichen stille erschien dies wahnsinnig laut und wunderschön, so dass sogar ich, morgenmuffel und notorische langschläferin, fröhlich aus dem bett sprang … eine wahre seltenheit.
und dann war k. der beste flyer der woche/des monats/seit langem in die hände gefallen. ein flyer für das „pomp and circumstances VI”-konzert unseres studentenorchesters, dessen wunderbares programm uns verzauberte und lachtränen in die augen drängte. unterhaltung pur – lustig, abwechslungsreich und anspruchsvoll. eine gute mischung, um gute laune zu bekommen und halsschmerzen wegzuzaubern. mein hals tut jedenfalls kaum noch weh. ja, „lachen ist gesund“;-)!
nun bin ich ganz aufgedreht und sollte doch eigentlich schlafen gehen... schließlich wartet morgen genug arbeit auf mich.
achja, hatte ich außerdem erzählt, dass ich meinen ersten vortrag auf nem kongress gehalten habe? letzten samstag wars – und es hat alles wirklich gut geklappt, so dass ich sogar vom vorsitzenden und vorgestern von meinem chef gelobt wurde…
im nachhinein bin ich wirklich stolz auf mich, vor allem weil ich eigentlich keine karrierefrau bin und mich vor diesem kleinen, für mich aber unvorstellbar großen vortrag, mehr oder weniger drücken wollte, zumindest innerlich, vor meinem chef natürlich nicht! es wär ja auch schön doof, so ne chance nicht anzunehmen. nach wie vor frage ich mich jedoch, wie jemand (wie ich) auf die karriereleiter geschubst werden kann, der eigentlich gar keine karriere machen möchte, zumindest nicht so groß, mit kongress und wichtigen leuten, die mich nun alle ein wenig kennen… ja, schon komisch. ich glaub, mein chef mag mich und meints gut mit mir *freu*
und dann hab ich am sonntag die ersten schneeglöckchen gesehen und einen ganzen teppich voller kleiner gelber blümchen. der frühling kommt:-)!!!!
Ich frage mich, wie menschen an einem tag ein absolut notwendiger bestandteil unseres lebens sein können und am nächsten tag einfach verschwinden!???
t. ist verschwunden und wohnt jetzt im 1002km entfernten wien. seine adresse hat er mir zugeschickt. aber was soll ich mit einer 1002km entfernten adresse???
Es gibt Menschen, die müssen nichts tun, um einen zu beschenken. Es reicht schon, wenn sie einfach nur da sind. das hab ich gerade hier gelesen... ein sehr schöner und wahrer satz.
wenn mir irgendjemand noch einmal sagt, dass v. mehr für mich empfindet, dann schreie ich.!“!!! und zwar so richtig laut, dass man es bis nach timbuktu hört.
heute war ich auf seiner geburtstagsparty. dort hat er mich weder mit den augen noch mit dem a** angeschaut und die 2 sätze, die er zu mir sagte, waren mehr als nichtig und bedeutungslos. kein schritt in meine richtung. kein zwinkern. kein tief in die augen schauen oder mal die hand über die schulter gleiten lassen. einfach gar nichts, null komma gar nichts!!!! komisch war nur, dass es mir nicht sonderlich viel ausmachte. ich merkte, wie unterschiedlich wir sind, wie wenig mich mit ihm verbindet und dass das einzigste, was ich für ihn fühle freundschaft ist. eine wichtige und gute erkenntnis, die viel schaden verhindern kann-.
letztendlich zog es d. und mich weiter zum gleis, wo wir l. und ein paar andere freunde trafen. d. ist der beste kumpel von l. und „sechster mitbewohner“ in der 4er-wg meiner schwester. ich mag ihn und je mehr ich ihn kennenlerne, desto mehr mag ich ihn. im gleis gab es lustige world-ska musik zu hören und tanzen. ausgelassen tanzten wir über die fläche, unbeeindruckt von allem und jedem, einfach der musik folgend. ich fühlte mich zur fusion zurückversetzt, die ich so sehr liebe. zu den bunten zirkusleuten und hippimädchen, zu denen ich schon immer gehören wollte, barfuß und eigen. verspielt und leicht. das war wohl der grund, weswegen ich sie antanzte: n. aus der schweiz mit pluderhose und barfuß, erasmusstudentin in m. ja! leider endete es damit, dass sie auf deibel komm raus mit d. flirtete (oder umgekehrt?), ich mir etwas überflüssig vorkam und fast eifersüchtig wurde – ich versteh mich selbst nicht mehr…!!??! die beiden turtelten und tanzten so lange zusammen, bis sie ihm eröffnete, dass sie aus der schweiz käme. das gespräch war danach so schnell vorbei, wie es angefangen hatte. anschließend tanzte sie nur noch mit nem typen aus der band und dennis wieder mit mir/uns. frust. frust. frust!!!! ich trostpflaster....
der gute-nacht-burger schmeckte daraufhin nur noch nach pappe und machte noch nicht mal satt. der burgermann beschimpfte sich mit ein paar gästen, die prompt die polizei riefen. und wir, die sowieso nichts wirklich mitbekommen hatten, wurden als zeugen vernommen.
blöde nacht! für den burgermann, für d. und für mich, die nun wieder einmal mit einsamem herzen allein ins bett geht
…und dabei will ich doch einfach nur geliebt werden!