ich bin krank und habe heute nichts anderes getan als viel geschlafen, viel getrunken, emails geschrieben, telefoniert, videos geschaut, gelesen und den halben nachmittag dick vermummt auf dem balkon in der sonne gelegen. bei der arbeit war ich dementsprechend nicht. und das schon seit 2 tagen nicht mehr! so lange! zu lange! denn mir fällt hier die decke auf den kopf. draußen scheint die sonne und ich hocke hier drinnen, als gefangene meiner erkältung. echt blöd!!!!
nun bin ich so ausgeruht, dass ich nicht schlafen kann… mir geht so viel durch den kopf: wir suchen einen neuen mitbwohner, denn meiner zieht (leider!) mit seiner freundin zusammen, die zwar gut aussieht, aber ziemlich unspannend ist und kaum gemeinsamkeiten mit ihm hat. tja, das zeigt mal wieder die vorlieben der männer. auf die wg-annonce haben sich viele gemeldet und es wird sicherlich spannend.
dann hab ich mich für freitag mit v. verabredet. seit langen mal wieder nur zu zweit. wird uns gut tun und ich freue mich drauf. ich bin schon ganz kribbelig. mal sehn…
ich muss mein fahrrad reparieren und überweisungen tätigen. soviel zeit gehabt und doch zu wenig getan. mensch! ich sollte schlafen, schließlich möchte ich gesund werden und morgen wieder zur arbeit! jaja… ich muss früh raus, ich sollt die welt besiegen. ich hab nur angst vielleicht noch angst zu kriegen und dann wärs schöner hier nicht allein zu liegen. ein gedanke beißt dem nächsten ins genick…
ein anstrengendes wochenende mit o. liegt hinter mir. ich war froh, als heute um 11:34 der zug richtung b. abfuhr. o. ist ein kumpel meiner schwester und quatierte sich für 4 tage bei mir in der wg ein, um in seiner letzten semesterferienwoche „ne neue stadt kennen zu lernen“. doof, wenn man nicht nein sagen kann und zu naiv ist um den wirklichen grund zu erraten. männer sind doch alle gleich!
am ersten abend überließ ich ihm mein bett und wanderte aufs schlafsofa in der küche aus, da ich am nächsten tag früh zur arbeit musste. daraufhin meinte er, wir könnten ja in einem bett schlafen – ich solle es „nicht anzüglich finden und es würde auch nichts passieren…“ komischer vorschlag von jemanden, den man doch gar nicht wirklich kennt… jedenfalls war mir nicht danach das „angebot“ anzunehmen. es ergaben sich noch weitere ähnliche situationen, in denen er mich derart vereinnahmte und zu denen ich keine lust hatte. bis er mir schließlich so auf den keks ging, dass ich viele freunde einlud und ihn ein kleines bisschen ignorierte – ich miststück. jetzt hab ich ein schlechtes gewissen… dabei war er halt nur „verliebt“!
tja, o. ist verliebt in mich. ich liebe t. t. liebt magdalena(?) – oder auch nicht!? (die beiden sind nicht (mehr) zusammen – laut t. hatten sie ein „unterschiedliches verständnis von beziehung und er sei ja auch nicht wegen ihr nach wien gegangen…!????). magdalena kenn ich nicht! …und v. ist so unnahbar, dass ich ganz verwirrt bin und gar nichts mehr weiß.
…auf die ich im gespräch mit meinem mitbewohner kam: ich werde positiv-fasten – bis ostern! vielleicht sogar ein wenig länger, falls es spaß macht;-). wir werden nun jede woche an irgendjemanden in unserem bekannten- und freundeskreis eine postkarte (wahlweise brief) verschicken.
letzte woche hab ich damit lustigerweise ohne von dieser idee zu wissen begonnen: o. aus berlin, ein freund meiner schwester, war der glückliche empfänger (bzw. wird der glückliche empfänger sein, da ich seine adresse nicht hatte und die postkarte erst durch meine private briefträgerin(meine schwester) ausgeteilt wird, die sich zurzeit jedoch in griechenland die sonne auf den bauch scheinen lässt).
ich freu mich, dass sich die anderen freuen werden und bin schon ganz aufgeregt deswegen. ein schön kribbeliges gefühl...
nachts ist die stadt menschenleer. nur eine einsame omi kramt in der mülltonne am anfang der fußgängerzone nach verwertbaren sachen. aus den schaufenstern starren mich leere puppengesichter an und mir auf dem fahrrad hinterher. der fahrtwind weht durch mein haar und ich spüre eine dynamik, die mich mitreißt. es scheint als ob die puppen aufwachen und lebendig werden. aber angst habe ich keine. ich genieße die stille und die gesellschaft der puppen und fühle mich wohl in meiner haut. mit der musik aus den ohrstöpseln fahre ich weiter bis die geisterstadt lebendig wird und sich die puppen in partyfeiernde teenager und besoffene studenten verwandeln. eine stadt, die wieder ganz die alte ist.
mir fällt ein stein vom herzen! ich hab auf die verbotene blog-seite meines exfreundes geschaut: l. hat nen eintrag geschrieben. es geht ihm gut und er wird in 5 tagen japan verlassen. ich hatte mir wahnsinnige sorgen gemacht, zumal meine sms, die ich vor 4 tagen geschrieben hatte, nicht zugestellt wurde. auf handys und anderen bindenden kram, legte er allerdings noch nie großen wert, und ich hatte an die möglichkeit des nicht-mitgenommenen handys wohl auch schon gedacht…
was er schreibt, ist erstaunlich, fast unvorstellbar: ich haenge hier in japans sueden und erlebe japanischen alltag, als waere nirgends katastrophe, ich erlebe deutsche panik in meinem email eingang, die angesichts immer neuer havarien durchaus berechtigt klingt, ich erlebe reisende, denen das alles voellig egal ist, waehrend sie von stadt zu stadt und von hostel zu hostel geistern.[…]
was ich angesichts der ganzen geschichte nicht verstehe ist, dass sie in tokyo uebers stromsparen nachdenken und hier unten weiter lcd screens in den yoghurtregalen laufen.
ich habe angst! angst um l., der nun in japan ist. egal, was zwischen uns vorgefallen ist, ich habe wahnsinnige angst und hoffe, dass er weit genug vom epizentrum entfernt ist und war, dass er wohlauf ist und alles gut überlebt.
ich hab die sonne gespürt und das meer geschmeckt – am strand von barcelona. noch stunden später fühlten sich haut und haare klebrig-salzig an.
die menschen hier sind wahnsinnig nett und weltoffen. mein lieblingsviertel ist gràcia und mein lieblingsrestaurant liegt genau dort am plaza de la revolución de septiembre de 1868.
ich liebe gutes essen! und ich liebe barcelona.
morgen werde ich selbst was leckeres zaubern und ein paar freunde einladen…
hab heute "black swan" mit freunden gesehen und bin nun sicher, dass jeder einen weißen, aber auch schwarzen schwan in sich hat. nur ausgelebt wird er (zum glück) nicht immer - sonst wären wir ja ALLE psychotisch. naja, wie dem auch sei.
d. hat ne neue freundin. und war deswegen nicht mit im kino, sondern hat seine zeit lieber mit ihr verbracht. irgendwie hat es mich schon ein wenig getroffen - nun sind bald alle guten männer vergeben...
naja... und v. war mit im kino dabei, scheint aber leider wirklich nicht an mir interessiert zu sein. seine letzten annäherungsversuche haben mich wohl zu der irrsinnige annahme bewogen, er könne mehr von mir wollen, was ich ehrlich gesagt sogar ziemlich toll fände. leider kam mir diese erleuchtung zu spät. er wird bald nach dortmund gehen und dann werd ich ihn noch seltener sehen als ohnehin schon.
hmmm... mit meiner komischen stimmung nach dem film (verschreckt, ironisch, sonst aber stumm wie ein mäuschen), hab ich ihn wahrscheinlich sowieso erstmal verschreckt. solche psychofilme mit shock-charakter sind eben nicht so mein ding
man, ich möchte einen freund! aber nicht irgendeinen...
...voller fettnäpfchen und anekdoten liegt hinter mir. am samstag hat meine mutter versehentlich den besten wein meines vaters (beerenauslese aus dem jahre 1992) für die fleischsoße verwenden wollen. sie hat es erst nach dem öffenen gemerkt, ein ganz schlechtes gewissen bekommen und den geöffneten wein dann ohne ihn zu verarbeiten in den kühlschrank gestellt. am abend kamen wir dann in den genuss des wohl besten weins, den ich je getrunken habe. mein vater war toll! natürlich war er sauer - wer wär das nicht gewesen?? - kurz aber heftig hat er seinem ärger luft gemacht und sich sich schnell wieder gefangen. zum glück kann er niemandem lange böse sein und ist nicht nachtragend. jedenfalls hatten wir einen schönen abend, den meine schwester und ich durch ein wirklich gutes, italienisches abendessen (antipasti, pasta mit tomaten, rucola, parmesan, panna cotta mit himbeersoße und zum abschluss einen grappa) versüßt haben.
heute war ich dann zum brunchen bei meiner cousine eingeladen, die zur eingeladenen zeit noch nicht zuhause war ...
...und die großmütter beider seiten haben einen lustigen wortwechsel zum äterwerden hinter sich gebracht („wir werden immer älter! – „ja, aber das ist doch gut so! sonst wären wir nicht mehr da…“ „ja, wir müssen für jede sekunde dem herrngott danken!“ – „aber dann hätten wir ja keine zeit mehr für andere dinge…“) ich kann nur sagen, leicht demente menschen können einen belustigen;-)!