tausend und ein mal
lange war ich nicht mehr im theater gewesen. viel zu lange. bis heute. heute wollte ich gerne t. treffen und bin dann doch mit zwei freunden ins theater gegangen, in ein stück meiner eigenen gedanken. ein stück über die gleichen ängste und schmerzen, wie ich sie die letzten monate erlebt hatte. ein stück wie für mich inszeniert mit monologen, die ich schon tausend und ein mal gedacht, geträumt und leise ins kissen geweint habe.
anschließend war ich wie erschlagen, einfach stumm. zu keiner kritik oder unterhaltung mehr fähig saß ich zwischen schauspielern und deren freunden, mit denen wir pizza aßen und teueren rotwein tranken. „gier“ so hieß das stück, das meine gefühle so gut beschrieb, in dessen charaktere ich mich so gut hineinversetzen konnte, mit dem einzigen wichtigen unterschied, keine selbstmordgedanken gehabt zu haben. zum glück! „ich leb zu gerne, als dass ich zu so was imstande wäre“ meinte ich zu l., die daraufhin erwiderte, dass allein diese tatsache, dass ich gerne lebe, schon um vieles näher an diesem tabuisierten gedanken wäre, als wenn mir alles egal wäre.
anschließend war ich wie erschlagen, einfach stumm. zu keiner kritik oder unterhaltung mehr fähig saß ich zwischen schauspielern und deren freunden, mit denen wir pizza aßen und teueren rotwein tranken. „gier“ so hieß das stück, das meine gefühle so gut beschrieb, in dessen charaktere ich mich so gut hineinversetzen konnte, mit dem einzigen wichtigen unterschied, keine selbstmordgedanken gehabt zu haben. zum glück! „ich leb zu gerne, als dass ich zu so was imstande wäre“ meinte ich zu l., die daraufhin erwiderte, dass allein diese tatsache, dass ich gerne lebe, schon um vieles näher an diesem tabuisierten gedanken wäre, als wenn mir alles egal wäre.
engelohnefluegel - 17. Okt, 01:59